Design im Arbeitsalltag für Nichtdesigner
Warum sich Gestaltung oft nach Ausprobieren anfühlt und wie Du Gestaltung systematisch aufbauen kannst, statt planlos auszuprobieren.

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Design im Arbeitsalltag für Nichtdesigner:
Gestaltung sicher und systematisch aufbauen
Warum sich Gestaltung oft nach Ausprobieren anfühlt und wie Du Gestaltung systematisch aufbauen kannst, statt planlos auszuprobieren.
Viele Menschen gestalten regelmäßig. Sie erstellen Flyer, Social-Media-Grafiken oder Präsentationen. Sie kennen Tools wie Canva oder InDesign. Und trotzdem entsteht oft ein Gefühl von Unsicherheit.
„Wo fange ich eigentlich an?“ – und warum genau das das Problem ist
- Woher weiß ich eigentlich vorher, welches Format passt?
- Oder wie groß die Schrift sein muss?
- Oder wo ich das Bild platzieren soll?
- Woran entscheide ich, ob etwas funktioniert?
- Und warum fühlt sich Gestaltung so oft nach Ausprobieren an?
Warum schnelle Antworten hier nicht helfen
Oft bekomme ich genau solche Fragen gestellt und meistens erwarten die Menschen ein schnelle Lösung. Also sowas wie:
- Nimm Format XY.
- Schriftgröße XY funktioniert immer.
- Platziere Dein Bild immer da und da.
Aber genau so funktioniert Gestaltung nicht, denn Gestaltung entsteht nicht durch einzelne Entscheidungen. Nicht durch „die richtige Schrift“ oder „die passende Farbe“.
Was stattdessen im Alltag passiert
Wenn Du eine Aufgabe bekommst (z.B.: „Gestalte einen Flyer zu Thema XY.“), dann passiert wahrscheinlich meistens folgendes:
- Tool wird geöffnet (egal ob Canva InDesign oder jedes andere Tool).
- Es wird losdesignt.
- Und man probiert ... verwirft es wieder ... probiert weiter ...
Und 3 Tage und 25 Varianten später sieht man auf seinem Bildschirm ein Design, welches das Thema aufgreift, bei dem man aber immer noch nicht weiß: „Funktioniert das jetzt?“ Genau daraus entstehen Unsicherheit, Überforderung und endlose Korrekturschleifen.
Würdest Du Deinen Garten umpflügen, obwohl Du noch nicht weißt, was damit überhaupt passieren soll?
Stell Dir vor, Du möchtest in Deinem Garten eine japanische Ecke anlegen. Da fängst Du doch auch nicht sofort an, den Garten umzupflügen. Du überlegst Dir, welche Pflanzen möchtest Du haben - die auch nach japanisch aussehen, welchen Standort brauchen die, möchtest Du eine Sitzecke dazu, vielleicht einen kleinen Bachlauf?
Und genauso funktioniert Design:
Erst verstehen.
Dann entscheiden.
Dann gestalten.
Die Lösung: Der Designprozess in 3 Phasen
Ich nenne das die „3 Phasen des Designprozesses“.
Erst wenn man die ersten beiden Phasen abgeschlossen hat, folgt die 3 Phase: das Gestalten. NICHT vorher!
Genau hier setzt dieser Workshop an.
Im Mittelpunkt dieses Workshops steht ein einfaches, aber wirkungsvolles Modell - der Designprozess in drei Phasen:
- Zuerst wird geklärt, worum es überhaupt geht.
- Dann werden bewusste konzeptionelle Entscheidungen getroffen.
- Und erst danach entsteht das eigentliche Design.
So arbeitest Du im Workshop
Der Workshop ist bewusst in einer kleinen Gruppe angelegt. So bleibt ausreichend Raum für Einzelarbeit, Austausch im 2er-Team und gezielte Unterstützung bei individuellen Fragestellungen. Du arbeitest an einer klar definierten Aufgabenstellung, die für alle gleich ist. Schritt für Schritt durchläufst Du die einzelnen Phasen:
- Zunächst wird das Ziel geschärft, die Zielgruppe geklärt und eine klare Kernbotschaft formuliert.
- Darauf aufbauend werden gestalterische Entscheidungen getroffen – nicht nach Geschmack, sondern vor allem begründet und nachvollziehbar.
- Erst im dritten Schritt entsteht daraus ein konkretes Design, das aus diesen Entscheidungen heraus entwickelt wird.
Begleitet wird dieser Prozess durch kurze, gezielte Theorieimpulse. Der Schwerpunkt bleibt dabei immer klar auf der Anwendung.
Was sich für Dich dabei verändert
Viele erleben im Workshop einen entscheidenden Perspektivwechsel:
- Gestaltung wird ruhiger.
- Entscheidungen werden klarer.
- Und der Druck, „kreativ sein zu müssen“, nimmt spürbar ab.
Statt sich durch Optionen zu arbeiten, entsteht ein nachvollziehbarer Ablauf, oder anders gesagt:
Nicht mehr:
„Ich probiere mal, was gut aussieht.“
Sondern:
„Ich weiß, warum ich diese Entscheidung treffe.“
Für wen dieser Workshop gedacht ist
Der Workshop richtet sich an Menschen, die gestalten müssen, ohne selbst Designerin oder Designer zu sein. Zum Beispiel:
- Mitarbeitende aus Organisationen, Behörden oder Unternehmen
- Personen, die regelmäßig Inhalte visuell aufbereiten
- Alle, die sich mehr Sicherheit im Gestaltungsprozess wünschen
Was Du aus diesem Kurs mitnimmst
Am Ende des Workshops steht nicht ein einzelnes fertiges Design im Mittelpunkt, sondern ein auf Deine Branche und Deine eigenen Rahmenbedingungen übertragbarer Arbeitsprozess mit:
- einer klaren Struktur für zukünftige Gestaltungsaufgaben
- konkreten Kriterien für gute Entscheidungen
- mehr Sicherheit im eigenen Vorgehen
- und die Fähigkeit, Gestaltung nachvollziehbar aufzubauen
Was dieser Kurs bewusst nicht ist
Dieser Workshop ist kein Kreativkurs im klassischen Sinne. Es geht nicht darum, möglichst viele Ideen zu entwickeln oder besonders „schöne“ Designs zu gestalten. Es geht darum, einen verlässlichen Weg zu lernen, mit dem Gestaltung im Alltag sicher, klar und nachvollziehbar funktioniert. Denn das ist der einzige Weg, der auch nach dem Workshop funktioniert.
Sicherheit spart Zeit, weil sie Grübeln ersetzt.
Termine
Uhrzeit
von 09:00 bis 16:30 Uhr
Ort
Online über Zoom
Nach Deiner Anmeldung erhältst Du die Zugangsdaten, mit denen Du Dich zum Workshop einwählen kannst.
Was Du sonst noch wissen musst?
Du arbeitest im Workshop in einem Design-Programm Deiner Wahl (z. B. Canva, InDesign o. Ä.). Du solltest Dich darin grundsätzlich sicher fühlen, denn dieser Kurs ist kein Softwarekurs – es geht um Vorgehen, Entscheidungen und Verständnis, nicht um Tool-Fragen.